{"id":38,"date":"2013-11-15T16:40:20","date_gmt":"2013-11-15T14:40:20","guid":{"rendered":"http:\/\/gerig.de\/de\/?p=38"},"modified":"2013-11-15T21:09:59","modified_gmt":"2013-11-15T19:09:59","slug":"walter-braunfels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerig.de\/de\/walter-braunfels\/","title":{"rendered":"Walter Braunfels"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gerig.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Walter_Braunfels.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-443 alignright\" style=\"border: 1px solid black; margin-top: 2px; margin-bottom: 2px;\" alt=\"Walter_Braunfels\" src=\"http:\/\/gerig.de\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Walter_Braunfels.png\" width=\"230\" height=\"300\" \/><\/a>Geboren am 19. Dezember 1882 in Frankfurt a.M. als Sohn des dortigen spanischen Konsuls, Romanisten, Rechtsanwaltes und Literaten Ludwig Braunfels (1810 \u2013 1885) und dessen zweiter Ehefrau Helene geb. Spohr (1846 \u2013 1920).<\/p>\n<p>Als j\u00fcngster der 4 Kinder absolvierte er in Frankfurt das Humanistische Gymnasium. Sein erstes \u00fcberliefertes Lied \u201eDer Alpenk\u00f6nig\u201c kann auf das Jahr 1889 datiert werden. Im Alter von 12 Jahren setzte er seine Ausbildung am Hoch\u2019schen Konservatorium in Frankfurt fort.\u00a0 1901 beginnt er das Studium der National\u00f6konomie und der Rechte an der Universit\u00e4t Kiel. Daneben \u00fcbt und improvisiert er am Klavier und beginnt eine \u00dcbersetzung des \u00d6dipus.1902 wechselt er zur Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Die k\u00fcnstlerisch so anregende Atmosph\u00e4re dort und das \u00fcberw\u00e4ltigende Erlebnis einer \u201cTristan\u201c-Auff\u00fchrung veranlassen ihn, das Berufsziel zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Etwa 1902 ging er nach Wien, um sich bei Theodor Leschetitzky als Pianist ausbilden zu lassen. Wieder in M\u00fcnchen studierte er ab 1903 Komposition bei\u00a0 Ludwig Thuille.<\/p>\n<p>Am 05.05.1909 heiratet Walter Braunfels Bertel von Hildebrand.<\/p>\n<p>1913 beginnt er mit der Komposition der Oper \u201eDie V\u00f6gel\u201c nach Aristohanes.<\/p>\n<p>1915 ist er Mitbegr\u00fcnder der neuen Schule f\u00fcr angewandte Rhythmik in Hellerau bei Dresden.<\/p>\n<p>Im Ersten Weltkrieg wird Braunfels 1915 zum Milit\u00e4rdienst eingezogen und 1917 bei einem Fronteinsatz verwundet. Nach seiner Heimkehr aus dem Krieg konvertierte er zum Katholizismus.<\/p>\n<p>1925 wird Walter Braunfels als Gr\u00fcndungsdirektor der 2. Preu\u00dfischen Musikhochschule nach K\u00f6ln berufen. 1933 wird es aus diesem Amt entlassen und das K\u00f6lner Haus muss notverkauft werden. Daraufhin folgt der Umzug nach Godesberg und der R\u00fcckzug aus dem \u00f6ffentlichen Musikleben. Sein kompositorisches Schaffen ab diesem Zeitpunkt ist sehr umfassend und vielf\u00e4ltig. Es entstehen Kompositionen wie die \u201eAdventskantate\u201c, \u201eVerk\u00fcndigung\u201c nach P. Claudel op.50 und \u201eDer Traum ein Leben\u201c op.51 nach Grillparzer.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4therbst 1937 siedelt er nach \u00dcberlingen am Bodensee \u00fcber.<\/p>\n<p>1938 bekommt er das Verbot jeglicher \u00f6ffentlicher musikalischen Bet\u00e4tigung durch die Reichsmusikkammer.<\/p>\n<p>1943\/44 entstehen die Komposition der Streichquartette op.60 und 61 und 1945 die Komposition des Streichquintetts fis-moll op.63.<\/p>\n<p>Kurz nach Kriegsende wird er wieder als Direktor der staatl. Musikhochschule in K\u00f6ln eingesetzt. 3 Jahre sp\u00e4ter wird er Pr\u00e4sident der Musikhochschule.<\/p>\n<p>1950 zieht sich Braunfels wieder nach \u00dcberlingen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Am 19.1.1952\u00a0 gibt Walter Braunfels sein Abschiedkonzert als Pianist mit Bachs D-Dur Toccata. Beethovens op.111 und Liszts Bearbeitung der Orgel-Fantasie und Fuge g-moll.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter, am 19.3.1954, verstirbt Walter Braunfels in K\u00f6ln.<\/p>\n<ul>\n<li>21.01.1909 Urauff\u00fchrung der \u201eSymphonischen Variationen \u00fcber ein altfranz\u00f6sisches Lied\u201c op.15 in L\u00fcbeck<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>25.03.1909 Urauff\u00fchrung der Oper \u201ePrinzessin Brambilla\u201cop.12 nach ETA Hoffmann im Staatstheater Stuttgart<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>02.06.1910 Urauff\u00fchrung der \u201eOffenbarung Johannis\u201cop.17 f\u00fcr Tenor-solo, Doppelchor und gro\u00dfes Orchester in Z\u00fcrich<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>09.01.1911 Urauff\u00fchrung der \u201eSerenade\u201c op.20 f\u00fcr kleines Orchester in* M\u00fcnchen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>20.11.1911 Urauff\u00fchrung des Klavierkonzertes op.21 in Berlin<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>1920 Urauff\u00fchrung der \u201ePhantastischen Erscheinungen eines Themas von Berlioz\u201c op.25 in Z\u00fcrich<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>30.11.1920 Urauff\u00fchrung der Oper \u201eDie V\u00f6gel\u201c in M\u00fcnchen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>28.02.1922 Urauff\u00fchrung des \u201eTe Deum\u201c op.32 im G\u00fcrzenich zu K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>1924 Urauff\u00fchrung der \u201eDon-Juan-Variationen\u201c op.34 f\u00fcr gr. Orchester in Leipzig<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>15.11.1925 Urauff\u00fchrung des \u201eDon Gil von den gr\u00fcnen Hosen\u201cop.35 in M\u00fcnchen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>22.3.1927 Urauff. von \u201ePr\u00e4ludium und Fuge\u201c f\u00fcr gr. Orchester op.37 in K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>26.1.1930 Urauff. der Oper \u201eGalathea\u201c op.40 in K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>26.9.1946 Urauff\u00fchrung des Konzertst\u00fccks f\u00fcr Klavier und Orchester in Hamburg<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>4.4.1948 Urauff\u00fchrung der Oper \u201eVerk\u00fcndigung\u201c nach Claudel in K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>4.4.1949 Urauff\u00fchrung der \u201eSinfonia brevis\u201c op. 69 in K\u00f6ln<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>22.2.1954 Ursendung der Ballade f\u00fcr das Fernsehen: \u201cDer Zauberlehrling\u201c nach Goethe op.71 im NWDR Hamburg<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geboren am 19. 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