{"id":654,"date":"2014-02-25T16:49:17","date_gmt":"2014-02-25T15:49:17","guid":{"rendered":"http:\/\/gerig.de\/de\/?p=654"},"modified":"2014-02-25T16:51:50","modified_gmt":"2014-02-25T15:51:50","slug":"trude-herr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerig.de\/de\/trude-herr\/","title":{"rendered":"Trude Herr"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gerig.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/02\/TrudeHerr.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-656\" style=\"margin-top: 2px;margin-bottom: 2px;margin-left: 8px\" alt=\"TrudeHerr\" src=\"http:\/\/gerig.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/02\/TrudeHerr-300x184.png\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/gerig.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/02\/TrudeHerr-300x184.png 300w, https:\/\/gerig.de\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2014\/02\/TrudeHerr.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Trude Herr wird am 4. Mai 1927 in K\u00f6ln-Kalk geboren. Nachdem 1943 die Wohnung der Familie ausgebombt wird, lebt sie mit ihrer Mutter und den zwei Geschwistern im hessischen Ewersbach und ist als Schreibkraft im \u00d6rtlichen Standesamt und in der Krankenhausverwaltung Dillenburg t\u00e4tig.<\/p>\n<p>1945 zieht die Familie nach K\u00f6ln-Nippes zur\u00fcck. Trude Herr arbeitet in der Anzeigenabteilung der Zeitung &#8218;Die Volksstimme&#8216;. Ab 1946 ist sie Statistin an der Aachener Wanderb\u00fchne. 1948 erh\u00e4lt sie kleine Rollen am K\u00f6lner Millowitsch -Theater, u. a. in dem Kinderst\u00fcck &#8218;Die Heinzelm\u00e4nnchen von K\u00f6ln&#8216;.\u00a01949 gr\u00fcndet sie mit ihrem Mentor Gustav Schellhardt die &#8218;K\u00f6lner Lustspielb\u00fchne&#8216;. Nach einigen Auff\u00fchrungen von Kinderst\u00fccken und Mundart-Schw\u00e4nken in angemieteten R\u00e4umen geht das Unternehmen pleite.<\/p>\n<p>Ab der Saison 1954\/55 tritt sie als B\u00fcttenrednerin (u.a. mit der Filmstar &#8211; Parodie &#8218;Das Wunderkind&#8216; und als &#8218;Das Besatzungskind&#8216;) vor Karnevalsgesellschaften, auf Betriebsfesten und, gemeinsam mit Schellhard, in den Karnevalsrevuen des Variet\u00c8s Kaiserhof auf und brilliert dort 1957\/58 mit ihrem ersten hochdeutschen Solosketch als Fernsehansagerin. Daraufhin engagiert Willi Schaeffers sie an sein Kabarett &#8218;Tingel-Tangel&#8216; nach Berlin.<\/p>\n<p>Ihre Schallplatte <em><strong>Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann<\/strong><\/em> ist 1959 ihr erster Hit und weitere folgen wie z.B. <em><strong>Morgens bin ich immer m\u00fcde<\/strong><\/em> und <em><strong>Weil ich so sexy bin<\/strong><\/em>.<\/p>\n<p>Ab 1964 unternimmt Trude Herr ausgedehnte Reisen durch die Sahara.<\/p>\n<p>In der Siechtumsphase des bundesdeutschen Unterhaltungsfilms ab Mitte der 60er Jahre trat sie als Stimmungskanone u. a. mit dem Orchester Max Greger auf und gastiert mit Solo-Programmen. 1966 &#8211; 76 war sie mit dem Tunesier Ahmed M\u2019Barek\u00a0verheiratet.<\/p>\n<p>Ab 1970 spielt sie in einem eigenen Ensemble B\u00fchnenrollen, einige hundert Mal &#8218;Die Perle Anna&#8216;.<\/p>\n<p>1977 er\u00f6ffnet sie in einem ehemaligen Kino im K\u00f6lner Severinsviertel ihr eigenes Haus, das <em>Theater im Vringsveedel<\/em>, in dem sie als Produzentin, Autorin, Schauspielerin, S\u00e4ngerin, Regisseurin und Kost\u00fcmbildnerin mit St\u00fccken wie &#8218;Die k\u00f6lsche Geisha&#8216; (1977), &#8218;Der Hausmann&#8216; (1979), &#8218;Massage-Salon Denz&#8216; (1979), &#8218;Drei Glas K\u00f6lsch&#8216; (1980), &#8218;Die Million\u00e4rin&#8216; (1984) und &#8218;Die Hellseherin&#8216; (1985) ihre Vorstellungen eines &#8222;reformierten Volkstheaters&#8220; verwirklicht.\u00a0Ohne st\u00e4dtische Zusch\u00fcsse stand das Theater finanziell st\u00e4ndig auf schwachen F\u00fc\u00dfen.\u00a0Deshalb und auch wegen zunehmender Gesundheitsprobleme wurde das Theaterexperiment am 27. Februar 1986 beendet.<\/p>\n<p>Musikalische Erfolge hat sie mit ihren k\u00f6lschen Cover-Versionen internationaler Hits. 1987 erscheint ihre Langspielplatte <em><strong>Ich sage, was ich meine<\/strong><\/em>, die ausgekoppelte Single <em><strong>Niemals geht man so ganz<\/strong><\/em> mit den Musikern Tommy Engel und Wolfgang Niedecken wird ihr letzter Plattenhit. Im gleichen Jahr verl\u00e4sst Trude Herr auch aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden Deutschland. Sie lebt fortan bei Suva auf Viti Levu, der Hauptinsel der Fijis, wo sich sich schriftstellerischen Arbeiten und der Champignonzucht widmet.<\/p>\n<p>Anfang 1991 kehrt sie nach K\u00f6ln zur\u00fcck, plant u. a. als Autorin eine TV-Reihe mit Sketchen f\u00fcr RTL plus.\u00a0Im Februar 1991 zieht Trude Herr nach Lauris (S\u00fcdfrankreich), wo sie bereits am 15. M\u00e4rz 1991 an Herzversagen stirbt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000\"><strong>Ver\u00f6ffentlichungen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>CD <em><strong>Trude Herr Special 2007,\u00a0Das Spiel ist noch nicht aus!<\/strong><\/em><br \/>\nmit Dirk Bach, Brings, Tommy Engel, Gigi Herr, H\u00f6hner,<br \/>\nElke Schlimbach, Hella von Sinnen u. v. a.<br \/>\n(V\u00d6: 2007, Katalog-Nr.: 175-00692, Carlton Musikvertrieb GmbH)<\/p>\n<p>CD <em><strong>K\u00f6lsch H\u00e4tzjef\u00f6hl 3<\/strong><strong><\/strong><\/em><br \/>\nDe innigste Ballade us K\u00f6lle mit verschiedenen Interpreten, u. a. Trude Herr<br \/>\n(V\u00d6: 2004, Katalog-Nr.: 187-00614, Carlton Musikvertrieb GmbH)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trude Herr wird am 4. Mai 1927 in K\u00f6ln-Kalk geboren. 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